Hannover: Die Abwehr des Fremden. Zur Sozialpsychologie der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit

Im Rahmen der Reihe „Vielfalt im Dialog erleben“ organisiert die Kooperationsstelle Hochschule & Gewerkschaften Hannover – Hildesheim eine Vortrag zu Thema „Die Abwehr des Fremden. Zur Sozialpsychologie der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“.

Zum Inhalt:
„Das Fremde an sich gibt es nicht. Es ist ein identitätsstiftendes Konstrukt auf der Basis von Inklusion und Exklusion in dessen Zentrum der psychische Abwehrmechanismus der Projektion steht. Das Hauptziel der Fremdenfeindlichkeit ist die Entlastung, die Sicherung und die Reinigung des Selbst sowie der eigenen Gemeinschaft von allem, das die ersehnte Homogenität zu stören scheint. Nach der hier geltenden Logik geht es um die Wahrnehmung, die Markierung und in letzter Konsequenz um die Beseitigung des als störend und bedrohlich Empfunden und das heißt: des Differenten und daher grundsätzlich und reflexhaft als weniger wert erachteten.

Was aber treibt Menschen dazu, sich abwertend, feindselig oder gar gewalttätig gegenüber anderen beziehungsweise als anders wahrgenommenen Einzelnen und Gruppen zu verhalten? Welcher Umgang mit dem „Eigenen“ und dem „Fremden“ liegt dem zugrunde und welche Rolle spielen gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen im Zusammenwirken mit diesen weitgehend unbewussten subjektiven Bedingungen für den Ausbruch von Fremdenhass? Diesen Fragen wird sich der Vortrag aus psychoanalytischer und sozialpsychologischer Sicht annähern.“

Referenten ist Prof. Dr. Rolf Pohl (Institut für Soziologie, Leibniz Universität Hannover): Die Moderation wird von Dr. Karolina Kempa (Kooperationsstelle Hochschulen & Gewerkschaften, Leibniz Universität Hannover) übernommen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 23. Januar 2019 | 18:15 Uhr – 19:45 Uhr in Raum F128 im Welfenschloss (Gebäude 1101, Welfengarten 1, 30167 Hannover) statt.

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